
FAAB
Sanierung Altstadthaus
Aarburg 2024-2025
Planung & Ausführung
EpprechtArchitekten AG
1843 wurde der Gasthof zum Falken als Ersatz für den beim Stadtbrand 1840 zerstörten Falken im Städtli erstellt.
Über die Jahre entstanden in vielen Etappen An- und Umbauten. Dies führte so weit, dass die innere Tragstruktur des Gebäudes kaum mehr zu ermitteln war. Dieser Umstand stellte eine grosse Herausforderung bei der Planung und der Statik dar, gemeinsam mit der Gemeinde wurde entschieden, das bestehende Gebäude auszuhöhlen und einen kompletten Neubau in die noch bestehenden Aussenwände von 1848 hineinzubauen.
Es war das Ziel, den ursprünglichen Bau von den verschiedenen Anbauten der vergangenen Jahre zu befreiten. Ein untergeordneter kleinerer Anbau wird dem Hauptbau südlich angefügt.
Die Nord-, West und Ostfassade mit dem originalen Dachstuhl konnten erhalten werden. Die Westfassade konnte grossteils in den Originalzustand zurückgeführt werden.
Neu konnte im Erdgeschoss ein 160 m2 grosser Mehrzweckraum eingerichtet werden, der von der Gemeinde, Vereinen oder auch privat genutzt werden kann. Dieser Mehrzweckraum ist mit einer Küche und WC-Anlage ergänzt worden.
Die Obergeschosse beinhalten vier Wohnungen. Eine 2 1/2, zwei 3 1/2 Zimmer-Wohnungen sowie eine 3 1/2 Zimmer Maisonettewohnung mit grosser Dachterrasse. Im Hauptbau sind die Wohnungen und der Mehrzweckraum untergebracht, während im Anbau das Treppenhaus, die Balkone
und im Erdgeschoss die Küche und die WC-Anlage liegen. Dieser Anbau ist als untergeordneter Baukörper gestaltet und über alle Geschosse mit einer schwarzen Holzkonstruktion verkleidet.
Vor den Rückbauarbeiten mussten die Wände mittels Stahlprofilen gesichert und der Dachstuhl unterfangen werden. Dafür mussten zuerst neue Fundamente für die Sicherungs-Stahlprofile erstellt werden. Mit zusätzlichen Stahlverstrebungen konnte so das ganze Gebäude während der Umbauphase gesichert werden.
Bei den Aushubarbeiten wurde festgestellt werden, dass die Wanne des Mühletychs nicht dicht ist. Mittels Zusatzmassnahmen musste sichergestellt werden, dass der Tych nicht in die Baugrube und das Kellergeschoss floss.
Um die Raumhöhe des Erdgeschosses zu verbessern, wurde die Decke EG neue etwas höher eingebaut. Auch die Raumhöhe im 1. Dachgeschoss wurde erhöht, hier wurde eine neue Betondecke unter die alte Balkenlage eingebaut. Die Balkenlage konnte erst herausgetrennt werden, nachdem die Lasten und Kräfte aus dem Dachstuhl auf die neue Betondecke abgegeben werden konnten. Diese Arbeiten erforderte vom Baumeister und den Installateuren viel Geschick und Fachwissen.
Der neue Einbau in Beton hält nun die bestehenden Aussenwände und trägt den bestehenden Dachstuhl, bei dem einige Balken ergänzt werden mussten.
Über die bauzeitliche Farbgebung der Fassade gab es keine Befunde. Aus diesem Grund wurde für den Bestand eine zurückhaltende Farbgestaltung passend zu der Umgebung gewählt. Klar erkennbar wurden die neuen Bauteile und der Anbau in moderner Sprache und in dunkler Farbe ausgeführt.














